Projekt „Friedliches Miteinander“ – Beuel

Die Klasse MB1 der Rheinschule Beuel hatte unmittelbar nach den Sommerferien die Möglichkeit, an einem dreitägigen Workshop zur Gewaltprävention teilzunehmen – durchgeführt von „Skills4life“. I

Die zwei Projektleiter (Sarah und Janiko) haben im Vorfeld das Programm individuell auf die Klasse und auf einzelne Schüler angepasst, indem sie sich nach besonderen Lebensumständen und Lernvoraussetzungen erkundigt haben. Diese haben sie während der Durchführung in allen Angeboten durchgängig berücksichtigt und trotzdem gemeinsame Ziele  verfolgt. Während der Tage wurden mit der Lehrkraft und mit den Schülern immer wieder Inhalte und Ergebnisse reflektiert.

Nach einer Kennenlernphase am ersten Tag wurden einige Vertrauensübungen und Kooperationsspiele im Klassenverband durchgeführt. Vor allem die  Vertrauensübungen stellten für die Schüler eine besondere Herausforderung dar, diese meisterten die Aufgaben jedoch immer besser. Durch verschiedene Vorübungen wurden die Gruppenmitglieder darauf vorbereitet, sich mit geschlossenen Augen in die Arme eines Mitschülers fallen zu lassen. Zudem wurden Vertrauensübungen mit offenen Augen durchgeführt, die eine besondere Körperspannung vorrausetzen. Ohne gute Teamarbeit konnten die Übungen nicht gelingen.

Auch bei anderen Kooperationsspielen lernten die Schüler, dass sie sich auf alle Mitschüler verlassen können. Dies hat das Gruppengefühl der Klasse weiter gestärkt. Die Kooperationsspiele haben den Schülern viel Freude bereitet und es war toll zu sehen, wie die Klasse gemeinsam an „Problemen“ arbeitete und gemeinsam zu Lösungen kam. Besonders die Kooperationsübung „Sternentor“ hat den Schülern gut gefallen. Bei dieser musste die ganze Klasse gemeinsam verschiedene Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus meistern.

Am zweiten Tag  wurden zahlreiche Rollenspiele durchgeführt, die von nahezu allen Schülern mit großer Motivation angenommen wurden. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit der Bewältigung von alltagsnahen Situationen. Mit den Schülern wurde zunächst erarbeitet, was „Gewalt“ ist, wo Gewalt beginnt und wer darüber entscheidet, ob es sich um Gewalt handelt.

Das Üben von Handlungsstrategien gegen Gewalt innerhalb der Rollenspiele hatte einen sehr alltagsnahen realistischen Charakter, so dass die Schüler sich sehr gut in die Situationen hineinversetzen konnten und somit großes Interesse zeigten. In den Rollenspielen wurden Konflikte gewählt, die den Schülern in dieser Weise in den letzten Tagen vertraut war. Hier nach erarbeitete die Klasse alternative, gewaltfreie Handlungsweisen für verschiedenste Konfliktsituationen, mit denen sie häufig im Alltag konfrontiert sind. Hierbei ließen sich selbst die eher zurückhaltenden Schüler auf die Übungen ein, die unterschiedlichste Konfliktbewältigungsstrategien vermittelten.

Einige der Übungen werden aktuell auch nach dem Projekt in den Unterrichtsalltag integriert, um so nachhaltig die Kooperationsfähigkeit und ein positives Miteinander zu verbessern. Die Teilnahme der  Schüler  am „Skills4Life-Programm“ hat den Schülern viel Freude bereitet und gerade zu Beginn der 5. Klasse mehr Einheit in die neu zusammengesetzte Klasse gebracht.