Schul- und Klassenbegleiter

Seit 2011 ist der Förderverein der Joseph-von-Eichendorff-Schule (nunmehr Förderverein der Rheinschule Bonn) Träger von Schulbegleitungen / Integrationshilfen gem. SGB VIII oder SGB XII.

Maßgebliche Eckpunkte der pragmatischen Umsetzung in der Rheinschule:

  • Eingestellt werden – wenn möglich – Sozialarbeiter/innen bzw. Sozialpädagog/inenn.
  • Die Schulbegleiter/innen sind Teil des Klassenteams und in ihrer Verantwortlichkeit nicht (nur) auf den/die zugeordnete Schüler/in beschränkt.
  • Es gilt – bezogen auf die Arbeit mit dem zugeordneten Kind/Jugendlichen –  der Grundsatz: „So viel Nähe wie notwendig, so viel Distanz wie möglich!“. Zeitfenster, in denen der/die begleitete Schüler/in alleine bewältigen kann, werden explizit für die Unterstützung anderer Schüler/innen bzw. der gesamten Lerngruppe genutzt.
  • Die Schulbegleiter/innen sind explizit Teil des Kollegiums – mit anderen Aufgaben als Lehrer/innen aber dennoch gleichberechtigte Mitarbeiter/innen des Gesamtteams und haben in diesem Zusammenhang Zugang zu sämtlichen systemrelevanten Informationen, Besprechungen und Fortbildungen.
  • Zu Beginn des Einsatzes findet ein leitfadengestütztes Gespräch mit den Lehrer/innen der Klasse statt – dieses wird in regelmäßigen Abständen mit Blick auf die gelingende Kooperation im Klassenteam wiederholt.
  • Die Schulbegleiter/innen übernehmen tägliche Aufsichten im Rahmen des Ganztags – die formale Verantwortung verbleibt bei den Lehrer/innen.
  • Supervision wird  kostenfrei außerhalb der Arbeitszeit zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich beschäftigt der Förderverein so genannte „Klassenbegleiter/innen“ – die nicht einzelnen Schüler/innen sondern ganzen Lerngruppen zugeordnet werden. Die konkrete Tätigkeit ist abhängig von den konkreten Bedürfnissen der jeweiligen Lerngruppe und obliegt der Absprache im Klassenteam. Für die Klassenbegleiter/innen gelten analoge Vereinbarungen und Rahmenbedingungen wie für die Schulbegleitungen – jedoch handelt es sich in der Regel um pädagogisch (formal) nicht qualifizierte Mitarbeiter/innen; sie verfügen jedoch über hohe Kompetenzen in der Beziehungsarbeit und pädagogische Intuition. Einige dieser Mitarbeiter konnten die Tätigkeit als Klassenbegleiter/innen bereits als Sprungbrett für Festanstellungen in OGS(en) oder eine Ausbildung zum/r Erzieherin nutzen.

Insgesamt beschäftigt der Förderverein aktuell 18 Mitarbeiter/innen und ist als Träger auch in kommunalen Gremien der Konzept- bzw. Qualitätsentwicklung vertreten.